Dalmatien

Dalmatien (in den südslawischen Sprachen Dalmacija / Далмација, lateinisch Dalmatia, italienisch Dalmazia) ist eine geographische und historische Region an der Ostküste der Adria, im Westen und Südwesten Kroatiens und im südwestlichsten Montenegro. Die historische Region hat heute keinen offiziellen Status mehr. Sie erstreckt sich von der Insel Pag im Norden bis über die Bucht von Kotor im Süden. Das südliche Dalmatien grenzt im Nordosten großteils an Bosnien und Herzegowina. Die wichtigsten Städte sind Split, Zadar und Dubrovnik.

Die Bezeichnung Dalmatien besteht seit dem 1. Jahrhundert und geht auf den Namen der Delmaten (Dalmaten), eines Stammes der Illyrer, zurück. Die räumliche Ausdehnung Dalmatiens hast sich im Lauf der Zeit wesentlich verändert: die historische Region Dalmatia erstreckte sich zeitweilig auch auf Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Albanien und weite Teile Serbiens. Die Bezeichnung Dalmatien hielt sich bis heute nur in Kroatien und einem kleine Teil Montenegros.

Die Bevölkerung Dalmatiens konzentriert sich entlang der Küste, wo auch fast alle größeren Städte liegen. Das Landesinnere ist hingegen nur dünn besiedelt.

Aufgrund seiner wirtschaftlichen Rückständigkeit war Dalmatien lange Zeit ein Auswanderungsland. Ein großer Teil der kroatischen Diaspora stammt von hier.

Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts lagen die bevorzugten Ziele der Auswanderer in Übersee: Nordamerika, Südamerika (vor allem Chile und Argentinien), Australien und Neuseeland.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hingegen gingen viele Bewohner Dalmatiens als Gastarbeiter nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz.



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